Bewahren den Sex in der Musik

Triggerfinger spielen regelmässig bei grossen Festivals wie Pinkpop und Rock Werchter die Hauptbühnen, machen legendäre Clubs wie das Amsterdamer Paradiso oder das Brüsseler Ancienne Belgique (drei Tage hintereinander) voll und haben unlängst auch hierzulande bei bekannten Festivals wie Haldern Pop, Rheinkultur oder dem Burg-Herzberg-Festival auf sich aufmerksam gemacht. Mit ihrem dritten Album «All This Dancin’ Around», das in den renommierten Sound City Studios in L.A. (wo bereits Ikonen wie Nirvana, Metallica oder Neil Young aufnahmen) eingespielt und von Greg Gordon (Wolfmother, Slayer) co-produziert wurde, blasen Triggerfinger nun erneut zum Angriff und präsentieren sich dabei so faszinierend und mannigfaltig wie kaum eine andere Rockband der jüngeren Jahre. Belgische Rockmusik – da fallen einem nicht viele Bands ein, die man gehört haben muss. Doch Triggerfinger haben Herz, Triggerfinger haben Grandezza, Triggerfinger haben Groove und ihren unverwechselbaren Stil. Das ist nicht nur Hardrock sondern hat auch Rockabilly- und Blues-Einflüsse, die für die Prise Wahnsinn in ihrem Sound verantwortlich sind. Es geht also eher um Atmosphäre als um Erklärungen. Wenn man Triggerfinger nun doch vergleichen will, braucht man eine ganze Armada an Referenzpunkten. CCR, Masters Of Reality oder The Black Keys – doch auch Queens Of The Stone Age sind ein guter Anhaltspunkt für die sirrenden Gitarren-Kracher auf «All This Dancin’ Around». Zusammengefasst sagt Sänger und Gitarrist Ruben Block: «Wir sind eine laute, intensive Band. Doch es ist leicht, laute Musik zu machen: Du drehst einfach den Verstärker auf. Dabei aber den Groove und den Sex der Musik zu bewahren, das ist die Kunst. Wenn ein Triggerfinger-Konzert beginnt, dann ist das so, als würde ein verrückter Gewittersturm ausbrechen.»